Airmix-Verfahren

Wer beispielsweise Farbe auf Dach oder Fassade auftragen möchte, kann dies natürlich mit Pinsel oder Roller erledigen. Schneller und oftmals ebenso sorgsam geht es jedoch mit Hilfe von Maschinen. Die Maschinen arbeiten mit unterschiedlichen Verfahren, um etwa Farbe oder auch Spritzschaum in die angeschlossenen Schläuche und anschließend durch die meist austauschbaren Spritzpistolen zu pumpen. Manche nutzen Druckluft, mit der die Farbe aus der Maschine herausgespritzt wird. Andere erzeugen durch Pumpen Druck und kommen völlig ohne Druckluft aus. Im letztgenannten Fall handelt es sich um so genannte Airless-Verfahren. Werden beide Verfahren kombiniert, dann spricht man von Airmix: Druck wird dabei zunächst durch pneumatische oder elektrische Pumpen erzeugt und dann durch Druckluft verstärkt.

Die reinen Druckluftgeräte sind relativ einfach zu bedienen und im Vergleich zu den anderen Geräten kostengünstig. Geräte mit Airlessverfahren sind kostspieliger in der Anschaffung, nutzen allerdings die vorhandene Farbe besser und erlauben sehr schnelle und doch sorgfältige Arbeit. Mitunter nachteilig ist jedoch ein relativ hoher Verschleiß der Düsen. Auch das Airmix-Verfahren erlaubt recht schnelles und sorgfältiges Arbeiten, das meist jedoch etwas länger dauert als beim Airless-Verfahren. Allerdings kann bei Airmixgeräten der Druck, mit dem die Farbe aufgespritzt wird, besonders gut variiert werden. Dadurch eignen sie sich auch und insbesondere für das Färben schlecht zugänglicher Stellen.