Elastopor

Elastopor nennt sich ein so genannter Hartschaum aus Polyurethan, einem extrem vielseitigen Kunststoff, der unter anderem für die Produktion von Armaturenbrettern, Laufbahnen, Skiern und Autositzen verwendet wird. Elastopor existiert in unterschiedlichen Varianten: Elastopor EL, SR und R sind Beispiele für Polyurethan-Hartschäume, die häufig beim Bau von Sportanlagen, speziell bei Laufbahnen genutzt werden. Elastopor H kommt hingegen oft bei Flachdachbeschichtungen zum Einsatz; die Vorteile des Materials kommen dort voll und ganz zum Tragen.

Aus Elastopor H werden unter anderem Elemente hergestellt, die Fußböden, Steil- und Flachdächer dämmen. Elastopor H ist trittfest und kann somit auch auf begehbaren Parkdecks und Gründächern eingesetzt werden, ohne dass die Gefahr der Beschädigung besteht. Die Dämmeigenschaften von Elastopor sind hervorragend. Eine nur 50 Millimeter dicke Schicht hat etwa dieselbe Wärme dämmende Eigenschaft wie eine 1720 Millimeter dicke Schicht aus Mauerziegelsteinen. Das sind jedoch nicht die einzigen Vorteile, die Elastopor H beispielsweise zum idealen Material für Flachdachbeschichtungen machen. Es zeigt sich beständig gegenüber Temperaturschwankungen in einem Rahmen von -50 bis zu 100 Grad Celsius sowie gegenüber Industrieabgasen, Meerwasser, schwachen Säuren und Basen. Zusätzlich dichtet es das Dach perfekt ab und ist ausgesprochen leicht; deswegen belastet es die Dachkonstruktion kaum. Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde es erstmalig im Bausektor genutzt, wo es sich schnell durchsetzte: Die im In- und Ausland mit Elastopor H beschichte Dachfläche beträgt mittlerweile etwa 27 Millionen Quadratmeter. Elastopor H eignet sich für unterschiedlichste Dächer, auch für Blech- und Wellfaserzementdächer. Für die Flachdachbeschichtung wird Elastopor meist vor Ort aus zwei flüssigen Materialien hergestellt: aus Polyol und Diphenylmethandiisocyanat; da Letzteres eine recht lange Bezeichnung ist, wird es auch als MDI abgekürzt. Beide Komponenten werden bei der Flachdachbeschichtung zusammengefügt; Spritzschaum entsteht, der oftmals mit so genannten Airless-Maschinen auf das zu beschichtende Dach aufgespritzt wird und dabei auch in kleine Fugen und Ritzen dringt. Dann erhärtet der Schaum und dichtet das Dach so perfekt ab. Bei Dachbeschichtungsarbeiten mit Elastopor H kann man von etwa 80% Zeitersparnis und bis zu 50% Kostenersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Methoden der Dachsanierung und -dämmung ausgehen.