Kamin

In Zeiten, in denen es noch keine Zentralheizung gab, waren offene Kamine häufig. Im Mauerwerk war eine größere Öffnung integriert, in die der vorne offene Kamin eingebaut wurde. Meist ragte er etwas aus der Öffnung heraus. In ihm wurde Brennmaterial wie Holz verbrannt. Alternativ gab es auch Kamine, die gar nicht ins Mauerwerk integriert und vor allem in Frankreich verbreitet waren. Über den Kaminschacht und einen Schornstein hatte der Kamin Kontakt nach Außen, sodass die entstehenden Verbrennungsgase entweichen konnten.

Normale offene Kamine geben nur Strahlungswärme an das Innere des Hauses ab. Heutzutage dienen sie mehr der Gemütlichkeit als effektiver Beheizung. Sinnvoller ist da ein so genannter Kaminofen, kalte Luft wird von ihm verstärkt angesaugt und erwärmt wieder abgegeben. Durchaus als zweites Heizsystem taugen die geschlossenen Kamine, die vorn meist durch feuerfeste Scheiben vom Hausinneren abgegrenzt sind. Die Kaminwände werden hier durch ein Wassersystem gekühlt, wobei das Wasser die Hitze des Kamins aufnimmt und weitertransportiert. So kann es das zentrale Heizsystem oder die Versorgung mit Heißwasser unterstützen.